Was für ereignisreiche Tage liegen hinter mir. Und doch habe ich ein bisschen das Gefühl von Stillstand. An den Ecken, wo es mir wichtig wäre, dass sich mal etwas bewegt, bewegt sich nichts. Die Sache mit der Motivation ist auch noch nicht so viel besser geworden. Zwar habe ich einige Dinge auf die Kette gekriegt, die ich erledigen wollte, trotzdem fallen Neue an und verschwinden auch von alleine nicht mehr.
Sonntag für einen gamescom-Besuch entschieden. Vorher noch frühstücken. Wo? Na, wenn wir schon mal in Köln-Deutz sind, dann gehen wir zu “Marie”, ein ziemlich nett aussehendes Café oder Bistro direkt an der U-Bahn-Station. Reingesetzt, vom Ambiente angetan, gemütlich und doch aufgeräumt und klar. Erstmal Milchkaffee bestellt und dann die Karte geordert. Hui – 8,90 für ein Frühstück. Wir entschieden uns letztendlich für ein “Maries Frühstück” und eine Broccoliecremesuppe. Das Frühstück bestand aus einem Laugencroissant, einem Hörnchen und einer Scheibe Schwarzbrot. Dazu gab es eine Scheibe Käse, eine Scheibe Schinken, drei Scheiben Salami, ein Töpfchen Marmelade und ein Töpfchen Nutella (wie man sie aus dem Hotel kennt, so zum Aufziehen). “Ja, okay”, dachte ich, machte mich an’s Essen. Vorher bemerkte ich noch, dass der ganze Aufschnitt so stark am Schwitzen war, dass ich sicher sein konnte, dass er nicht frisch aus dem Kühlschrank kam. Da bestätigte sich dann beim ersten Biss in den Käse. Achja. Ein Frühstücksei war noch dabei, bei dessen Aufschlagen ich merkte, dass es ebenfalls nicht frisch war. Wenn das Ei von gestern ist, sieht man so einen leicht dunklen Rand. Der war hier auch zu sehen. Ich war also etwas irritiert, aber dennoch gewillt, mit guter Laune das Frühstück zu genießen. Das fiel mir wirklich schwer, als ich merkte, dass von meiner Bestellung nichts wirklich frisch war, das Fleich-Veggie-Verhältnis nicht ausgeglichen und die Bedienung große Schwierigkeiten damit hatte, ein Lächeln zu schenken.
Die Broccoliesuppe wies weniger Broccolie als Salz auf und war so ihre 4,70 Euro auch nicht wirklich wert. Der Kaffee war okay. Dazu gab es einen kleinen Mini-Muffin, mir persönlich viel zu süß, aber immerhin.
Fazit ist, dass ich das Bistro Marie nicht wirklich empfehlen kann. Um eine wirklich gute Kritik abgeben zu können, müsste ich nochmal hingehen und ein richtiges Gericht essen. Ich glaube jedoch, dass es dazu nicht mehr kommen wird.
Auf der Gamescom angekommen, wurden wir direkt mit lauten Beats und Geschrei begrüßt. Wir waren kurz vor einem “Live Raid” der bekanntesten deutschen WoW-Gilde angekommen. Na dann. Etwas später bot sich uns ein interessanter Anblick: Zwischen Zelda und Super Mario stießen wir plötzlich auf einen großen Stand der Bundeswehr. Nachdem wir kein Videospiel gefunden haben, dass angeboten wurde, konnten wir beobachten, wie ein Soldat einer kleinen Gruppe Jungs einen Schleudersitz erklärte. Der eine Junge durfte sogar darauf sitzen und wurde so fest gegurtet, dass ihm die Luft wegblieb. Nachdem wir überlegt hatte, wieso die Bundeswehr auf der gamescom zu finden war, fielen und so viele absurde Antworten ein, dass wir es bevorzugten, schnell weiterzuziehen. Nach wie vor finde ich es unmöglich, die Bundeswehr auf einer Spielemesse mit einem solch riesigen Stand zu präsentieren. Klar, hier sind viele junge Menschen, aber hier sind auch viele Menschen, die in Computerspielen gerne auf andere schießen und da hätte ich es durchaus sinnvoller gefunden, einen Steiff-Tier-Stand zu präsentieren als die Bundeswehr, die mit einer tollen Karriere wirbt. Ich finde das wirklich PFUI!
Mich würden Eure Meinungen dazu interessieren, solltet Ihr also hier vorbei kommen, schreibt doch, was Ihr darüber denkt. :)